
Sportkommentatorin Claudia Neumann sieht die Beförderung von Marie-Louise Eta zur Cheftrainerin des 1. FC Union Berlin als Zeichen für eine positive Entwicklung von Frauen im männerdominierten Fußball. "Bis echte Gleichberechtigung erreicht ist, wird es noch Jahre dauern. Aber man muss erstmal die Schneisen schlagen und daher finde ich es grandios, dass Marie-Louise Eta diesen Schritt geht. Ihre Beförderung stößt eine weitere Entwicklung an", sagte die 62-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.
Eta wurde als Nachfolgerin von Steffen Baumgart zur Cheftrainerin der Eisernen befördert. Die 34-Jährige ist die erste Frau in diesem Amt bei einem Bundesligisten. Das Engagement ist vorerst auf die restlichen fünf Partien im Saisonschlussspurt befristet.
"Ich feiere das. Mein erster Gedanke war: ein charmanter, kluger und konsequenter Schritt von Präsident Dirk Zingler. Zudem ist Marie-Louise Eta eine äußerst kompetente Trainerin, die diese Chance absolut verdient hat. Es wird kein Misserfolg - sie wird die Aufgabe wuppen", prognostizierte Neumann.
Neumann über Hasskommentare: "Gesellschaftliche Probleme"
Sie selbst schrieb 2016 Fernsehgeschichte als erste Frau, die bei einem EM-Spiel der Männer am Mikrofon saß. Seitdem gibt es immer wieder Hass- und sexistische Kommentare in den sozialen Medien. "Wir reden hier über gesellschaftliche Probleme: Hass im Netz, Frauenfeindlichkeit, der aggressive Umgang miteinander, an den wir uns fast schon gewöhnt haben", sagte Neumann, die laut eigener Aussage keine sozialen Medien nutzt.
Sasic: Es zählen die Ergebnisse
Die DFB-Vizepräsidentin für Vielfalt und Gleichstellung, Celia Sasic, glaubt, dass Etas Aufstieg beim Berliner Bundesligisten Vorbild-Charakter hat. "Da hat jemand die Tür ein Stück weit aufgemacht", sagte sie in einem RTL/ntv-Interview.
Auf dem hohen Niveau sei das Geschlecht nebensächlich. "Die Spieler möchten einfach Spiele gewinnen. Sie möchten, glaube ich, nicht irgendein anderes Thema aufmachen. Und am Ende ist es, wie es im Leistungssport eben ist: es zählen die Ergebnisse", erklärte Šašić weiter.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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