
Nach dem verheerenden Zugunglück im Süden Spaniens hat eine offizielle Untersuchungskommission in einer ersten vorläufigen Einschätzung den Bruch einer Schiene als mögliche Ursache genannt. Bei der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge nahe der Ortschaft Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba waren Sonntagabend 45 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch eine Deutsche. Mehr als 120 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.
Die letzten Wagen eines Iryo-Zuges waren entgleist und auf das Nebengleis geraten. Ein entgegenkommender Renfe-Zug kollidierte mit diesen Waggons und wurde bei einer Geschwindigkeit von mehr als 200 Kilometern pro Stunde aus dem Gleis geschleudert.
Die staatliche Untersuchungskommission für Eisenbahnunfälle Ciaf betonte in ihrem vorläufigen Bericht, es seien Kerben an den Laufflächen der Räder des Iryo-Zuges festgestellt worden. Diese Kerben und die beobachtete Verformung der Schienen deuteten darauf hin, dass eine Schiene bereits gebrochen gewesen sei, bevor der Iryo-Zug darüberfuhr und entgleiste, heißt es in dem vom Verkehrsministerium veröffentlichten Bericht. Ähnliche Kerben seien auch an den Rädern von drei anderen Zügen gefunden worden, die kurz zuvor diesen Streckenabschnitt passiert hätten.
Schienenproben würden nun an ein metallografisches Labor geschickt, um die möglichen Ursachen für den Bruch zu ermitteln. Aber auch andere Hypothesen zur Unfallursache würden weiterhin nicht ausgeschlossen, betonte die Kommission.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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