
Der Verein Athletes for Ukraine hat Frankreichs Biathlon-Ikone Martin Fourcade aufgefordert, seine Unterstützung für eine Rückkehr der suspendierten Russen zu beenden. Bereits eine Teilnahme russischer Sportler als "neutrale Athleten" unterstütze den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine und verstoße somit gegen den Friedensauftrag des IOC, hieß es in einem Schreiben des Vereinsvorsitzenden und Biathlon-Olympiasiegers Jens Steinigen.
Im November hatte Wiktor Maigurow, der Präsident des Russischen Biathlonverbandes (RBU), gesagt, dass er mit Fourcade in einer Videokonferenz über die Situation der seit drei Jahren ausgeschlossenen Russinnen und Russen gesprochen habe. Fourcade ist seit 2022 Athletenvertreter im Internationalen Olympischen Komitee (IOC).
Der Biathlon-Weltverband IBU hatte die Verbände aus Russland und Belarus im März 2022 aufgrund des Angriffskrieges gegen die Ukraine suspendiert und hält weiter an seiner Position fest. Der sechsmalige Olympiasieger Fourcade (37), der früher im Anti-Dopingkampf ein meinungsstarker Gegner der Russen war, hatte sich bereits im Februar 2023 für eine Rückkehr russischer und belarussischer Athleten in den Weltsport ausgesprochen.
Russische Sportler für Kriegspropaganda genutzt
"Wir müssen gemeinsam verhindern, dass der internationale Biathlonsport von Russland für seine Kriegspropaganda missbraucht wird, wie das in der Vergangenheit regelmäßig geschehen ist und auch weiter erfolgen wird, wenn russische Sportler in den internationalen Sport zurückkehren", hieß es in dem Schreiben weiter.
Wer die Russen unterstütze, unterstütze quasi den Krieg und mache sich mitschuldig. Steinigen lud Fourcade ein, sich mit ihm in der Ukraine die Auswirkungen des Krieges anzuschauen und dem Verein beizutreten.
Der Verein wurde von Spitzensportlern wie Rodel-Olympiasieger Felix Loch, Alpin-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch und Biathlon-Olympiasieger Michael Greis am 6. März 2022 kurz nach Kriegsbeginn gegründet.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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