
Der Neubau der Lindaunisbrücke wird teurer als zuletzt bekannt. Derzeit gehe man von einem niedrigen dreistelligen Millionenbetrag aus, teilte ein Bahnsprecher mit. Belastbar ließen sich die Gesamtkosten erst nach Abschluss der Arbeiten beziffern, da sich Preise angesichts der aktuellen Marktlage weiterhin volatil entwickelten. Zudem wirkten sich globale Faktoren – etwa die Lage im Nahen Osten, anhaltende Ressourcenknappheit in der Baubranche oder Inflation – auf die Kostenentwicklung aus.
Mit Zahlen hielt sich die Bahn lange bedeckt. So teilte das Unternehmen zuletzt lediglich mit, man gehe davon aus, dass die Kosten für die neue Brücke sich von zuletzt rund 84 Millionen Euro erhöhen würden. Zuvor hatten Medien berichtet.
Zugverkehr soll 2027 wieder rollen
Das Bauvorhaben liegt nach Angaben des Bahnsprechers weiterhin im Zeitplan. So ist die Freigabe für den Zugverkehr für August 2027 geplant. Die Inbetriebnahme der Schleibrücke für den Straßenverkehr soll bis Ende 2027 folgen. Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende können bis dahin weiter die provisorische Brücke nutzen. Die alte Brücke und die dazugehörige Schieneninfrastruktur soll 2028 zurückgebaut werden.
Seit Jahren kann die Schlei bei Boren-Lindaunis nur über eine provisorische Fußgängerbrücke gequert werden. Für Autos und die Bahn ist die Klappbrücke, die seit September 2020 erneuert wird, gesperrt. Ursprünglich sollte der Ersatzbau im vergangenen Jahr stehen, doch es kam immer wieder zu Verzögerungen.
Wichtiger Verkehrsknotenpunkt
Die Schleibrücke verbindet die Landkreise Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde. Sie ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in der Region. Die bestehende Brücke konnte nicht saniert werden und wird daher durch den Neubau ersetzt.
Die neue Brücke wird nach früheren Angaben der Bahn deutlich breiter als die bestehende. Sie erhält einen von der Fahrbahn abgetrennten Geh- und Radweg und zwei Fahrbahnen für den Autoverkehr. In einer der Fahrbahnen wird das Gleis für Züge integriert. Wartezeiten entstehen für Autos dann nur noch, wenn Züge passieren oder die Brücke für den Schiffsverkehr geklappt wird.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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