
Forscher der Technischen Universität Dresden untersuchen die Wirkung von Wassernebel gegen Hitze. Pünktlich mit dem Auftreten hochsommerlicher Temperaturen hat jetzt die zweite Untersuchungsperiode des Forschungsprojekts "Kühlpotenzial wasserbasierter Zerstäubungssysteme" begonnen, teilte die Universität mit.
Gemeint sind sogenannte Nebelduschen, die aus feinen Düsen einen Wasserstrahl zerstäuben. In Dresden sind an dem Projekt Professuren für Landschaftsbau, Wasserbau, Meteorologie und Siedlungswasserwirtschaft beteiligt.
Hitze erhöht den Aufwand für Kühlung von Gebäuden
"Im Projekt wird die mikroklimatische Wirkung von Wassernebel im Außenraum untersucht und Hinweise zum gezielten Einsatz von Zerstäubersystemen erarbeitet", hieß es. Die Hitzebelastung in Städten erfordere einen zunehmend hohen Aufwand für die Gebäudekühlung.
"In Tropennächten kühlen Räume kaum ab, Arbeitsplätze sind nur eingeschränkt nutzbar und auch im urbanen Freiraum sind kühle Oasen rar", teilten die Forscher in der Projektbeschreibung mit. Besonders betroffen seien Blockstrukturen als typisches urbanes Wohn- und Arbeitsumfeld.
Bringen Wasserzerstäuber Linderung bei Hitze?
Nach Angaben der Wissenschaftler tragen die dortigen Höfe wegen Hitzestau und eingeschränkter nächtlicher Abstrahlung kaum zu natürlicher Kühlung bei. Deshalb untersuche man die Anwendung von Wasserzerstäubern.
Da ihr Betrieb zusätzliches Trinkwasser verbrauchen würde, konzipiere man die Aufbereitung und Speicherung von Regenwasser. "Es soll eine gesteuerte Verwendung des Wassers zur Verdunstung im Sommer und zur Grundwasserneubildung in kühleren Monaten möglich sein."
Probanden können sich von kühlender Wirkung selbst überzeugen
"An unseren Versuchsanlagen gibt es jetzt wieder die Möglichkeit, sich selbst ein Bild von der Wirkung des Wassernebels zu machen", warben die Forscher um Testpersonen. Die Anlagen würden an heißen Tagen mit mehr als 27 Grad Celsius etwa zwischen 10 und 17 Uhr in Betrieb sein.
Konkret geht es um Nebelduschen im Innenhof des Chemie-Baus am TU-Hauptcampus, um den Innenhof des Atriums am Rosengarten und um den Innenhof des Medizinisch-Theoretischen Zentrums (MTZ) am Universitätsklinikum, der allerdings nur den MTZ-Mitarbeitern zugänglich ist.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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