
Bei der 65 Jahre alten Fahrerin des Fluchtwagens nach der Gewalttat von Stade handelt es sich um die Schwiegermutter des niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe Deniz Kurku. Das ließ der SPD-Politiker in einer Stellungnahme über einen Rechtsanwalt mitteilen. "Unmittelbar nachdem ich aufgrund von Medienberichten von der Betroffenheit meiner Schwiegermutter Kenntnis erhalten hatte, habe ich dieses den Ermittlungsbehörden und weiteren Stellen in meinem beruflichen Umfeld mitgeteilt", heißt es in der persönlichen Stellungnahme. Zunächst hatten mehrere Medien darüber berichtet, darunter der NDR und der "Spiegel".
Kurku drückte in seiner Stellungnahme seine Anteilnahme aus. "Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen, den ihnen nahestehenden Personen und all jenen, die diese schreckliche Tat miterleben mussten."
Staatsanwaltschaft ermittelt zum Tathergang
Nach der Gewalttat in der Jugendeinrichtung in Stade, bei der sechs Menschen erschossen wurden, flüchtete der mutmaßliche Schütze nach Ermittlerangaben in einem Auto, das die 65 Jahre alte Frau fuhr. Beamte schossen auf die Reifen des Wagens und nahmen die Insassen fest. Früheren Angaben der Ermittler zufolge soll die Frau eine enge Verbindung zur Familie des Tatverdächtigen haben.
Der genaue Tatablauf und welche Rolle dabei die Frau spielte, sind bislang unklar. Die Polizei befragte sie nach der Tat. Die Tatbeteiligung sei weiter Gegenstand der Ermittlungen, teilte die Staatsanwaltschaft Stade auf dpa-Anfrage mit.
Wie die SPD-Fraktion reagiert
Die SPD-Fraktion im niedersächsischen Landtag stellte sich hinter ihren Abgeordneten. Deniz Kurku stehe in keinem Zusammenhang mit der Tat, sagte Fraktionsvorsitzender Stefan Politze in einer Mitteilung. "Er hat deutlich gemacht, dass er keinerlei Kenntnis davon hatte." Die familiäre Verbindung habe er offengelegt. "Daraus erwächst weder eine politische noch eine persönliche Verantwortung für Handlungen anderer", sagte Politze. Kurku sei ein "höchst angesehener" und "außerordentlich engagierter" Abgeordneter.
"Spekulationen und pauschale Schuldzuweisungen gegenüber unbeteiligten Angehörigen sind unangemessen und werden der Schwere der Tat nicht gerecht", sagte der Fraktionsvorsitzende.
Der mutmaßliche Schütze, ein 45-Jähriger mit türkischer Staatsangehörigkeit, sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm sechsfachen Mord vor. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass das Motiv für die tödlichen Schüsse ein Sorgerechtsstreit ist.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Panorama":
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
WTA Tennis in Rouen Ergebnis: Lemaitre / Ponchet entscheidet das Duell souverän gegen Bartashevich / Mattel13.04.2026 - 2
Mädchen aus Börde: Drei vermisste Schwestern im Ausland gefunden31.05.2026 - 3
Wetter in Brandenburg: Brand in der Prignitz - Restlöscharbeiten laufen27.06.2026 - 4
Matt Brown ist tot: "Alaskan Bush People"-Star stirbt mit nur 42 Jahren01.06.2026 - 5
ATP Tennis in Miami Liveticker: Dane Sweeny gegen Rinky Hijikata17.03.2026
Ähnliche Artikel
Bekannt aus RTLZWEI-Sozialdoku: "Hartz und herzlich"-Regina ist tot - Todesursache unklar30.12.2025
Wetter in Hamburg: Tausende Raver feiern bei Kalkbrenner-Konzert27.06.2026
Justin Bean: Statistiken und Steckbrief des Power Forwards von ALBA BERLIN30.04.2026
Berlin: Erste Zerkarien-Warnungen an Berliner Badeseen18.06.2026
Wasserburg: Felchenfang am Bodensee ab 2027 wieder erlaubt18.06.2026
TSV Ellerbek - AMTV Hamburg (Handball): Der Spielverlauf zum 30:3006.05.2026
NFL live: Cleveland Browns gegen Pittsburgh Steelers streamen!24.12.2025
Wetter in Hessen, Rheinland-Pfalz: Drei Männer nach Badeunfällen bei Biblis weiter vermisst22.06.2026
Bahn: Oberleitungsschaden in Hannover – Züge verspäten sich01.04.2026
Erfurt: Vermisster Achtjähriger in Erfurt wieder aufgetaucht17.06.2026











