
Lando Norris hat eine große Bitte. "Wenn ihr mich mal nicht Lächeln seht, schlagt mich einfach oder so", sagt er und schon gehen die Mundwinkel wieder nach oben. "Erinnert mich daran: Ich habe mein Lebensziel erreicht und ich bin sehr glücklich und sehr stolz."
Norris trägt in diesem Jahr die Nummer eins auf seinem McLaren - die Nummer für den Formel-1-Weltmeister. Die Nummer für den Titelverteidiger, mit der er auch in dieser Woche bei den ersten öffentlichen Testfahrten der Formel 1 über den Bahrain International Circuit fahren wird. "Ich muss mich nicht mehr selbst in Frage stellen", betont Norris.
Norris und der Vergleich mit Schumacher & Co
Doch eines bleibt mit Blick auf den 26 Jahre alten Briten offen, der in einem packenden Finale im vergangenen Jahr am Ende zwei Punkte mehr hatte als der damit entthronte viermalige Champion Max Verstappen. "Er bewies den Zweiflern das Gegenteil, doch vor der neuen Saison, die am 8. März in Melbourne beginnt, stellte sich die Frage, ob er über dieselbe Entschlossenheit und denselben Ehrgeiz wie sein Rivale von Red Bull verfügt, um mehrfacher Weltmeister zu werden", schrieb der britische "Guardian".
Norris ist der 35. Weltmeister in der Geschichte der Formel 1. In diesem Jahrtausend holten in 25 Jahren acht Fahrer vor ihm den Titel, darunter einige Wiederholungstäter. Michael Schumacher legte nach seinen beiden Triumphen 1994 und 1995 ab 2000 fünf weitere nach. Danach gewann Fernando Alonso zweimal nacheinander. Von 2010 bis einschließlich 2013 räumte Sebastian Vettel ab. 2014 begann die Ära von Lewis Hamilton mit sechs Titeln in sieben Jahren. 2021, 2022, 2023 und 2024 gewann Verstappen die Fahrer-WM.
"Ich kann nicht sagen, was sie gedacht haben, was Michael und all die anderen gedacht haben", sagt Norris: "Ich denke, es ist ziemlich klar, dass ich eine andere Mentalität und eine andere Herangehensweise habe als Max. Ob das gut oder schlecht ist, entscheidet selbst!"
Wie ein Deutscher die Fans nach seinem Titeldebüt überraschte
Schon nach seinem WM-Gewinn im vergangenen Jahr in Abu Dhabi hatte Norris nicht ohne Stolz betont, dass er den Titel "auf seine Weise" gewonnen habe. Und die ist ein bisschen der nette Lando von nebenan. Auch dieser Typus gewann schon WM-Titel in der Formel 1. Norris' Landsmann Jenson Button war durchaus so einer, ein Gentleman-Racer.
Dann war da auch noch ein gewisser Kimi Räikkönen. Trotz aller nachfolgender Versuche noch immer der bis heute letzte Ferrari-Weltmeister. Einer, der sicherlich gnadenlos auf der Strecke war, sich sonst aber wenig um den PS-Rummel scherte, es nach seinem Triumph 2007 aber auch kein zweites Mal mehr schaffte. Und dann war da noch Nico Rosberg.
Er lieferte sich ein heftiges Mercedes-Stallduell inklusive Crashs und Strafzahlungen mit Hamilton und durchbrach die Phalanx des Briten 2016. "Ich habe jetzt meinen Kindheitstraum erreicht. Und es war immer klar, dass ich Rennfahrer bin, um einmal Weltmeister zu werden. Und das ist mir gelungen." Noch im Auto fällte er damals die Entscheidung: Rücktritt. Mit 31 Jahren beendete Rosberg seine Formel-1-Karriere.
Norris: Auch ohne weiteren Titel glücklich
Norris hat noch viele Jahre vor sich. In diesem Jahr fangen alle aufgrund der großen Regelreform mit komplett neuen Autos bei null an. Klar ist aber: Auf Norris lastet nun auch der Druck, der Titelverteidiger zu sein. Seine Hoffnung: "Dass es ein bisschen Extra-Respekt gibt wegen des WM-Gewinns, weil die Leute wissen, was es dafür braucht."
Ob das die Konkurrenz angefangen bei seinem Teamkollegen Oscar Piastri auch so sieht, bleibt abzuwarten. Norris versichert jedenfalls, dass er weiter versuchen wolle, so viele Weltmeisterschaften wie möglich zu gewinnen. Er sagt aber auch: "Wenn ich es nie mehr schaffe, werde ich auch glücklich sein."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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