
Im Streit um höhere Preisgelder hat eine Gruppe von Tennisstars die Debatte neu entfacht. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtete, haben Spitzenspieler wie Jannik Sinner, Aryna Sabalenka und Coco Gauff ihre "tiefe Enttäuschung" über das Preisgeld bei den French Open zum Ausdruck gebracht. Die French Open in Paris starten als sportlicher Höhepunkt der Sandplatz-Saison am 24. Mai.
Die Organisatoren haben das Preisgeld beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres im Vergleich zur vergangenen Saison um knapp zehn Prozent auf insgesamt 61,7 Millionen Euro erhöht. Der Sieger und die Siegerin der Einzel-Wettbewerbe erhalten jeweils 2,8 Millionen Euro. Der Finalist und die Finalistin jeweils die Hälfte. Die Endspiele steigen diesmal am 6. und 7. Juni
Die Preisgeld-Debatte im Tennis ist nicht neu. Schon im vergangenen Jahr hatten sich vor den French Open Vertreter der Topspielerinnen und Topspieler in einem Brief an die vier Grand-Slam-Turniere gewandt und eine erhebliche Preisgeld-Erhöhung gefordert. Die Profis argumentieren, ihr Anteil am Umsatz der Grand-Slam-Großereignisse sei zu gering.
"Der Anteil der Spieler an den Einnahmen des Roland-Garros-Turniers ist von 15,5 Prozent im Jahr 2024 auf voraussichtlich 14,9 Prozent im Jahr 2026 gesunken", erklärte die Spielergruppe dem AP-Bericht zufolge jetzt in einer Stellungnahme. Zudem sollen die Profis beklagt haben, dass sie weitere Forderungen hätten, auf die die Veranstalter nicht eingegangen seien.
Die Organisatoren nehmen Stellung
Wie der französische Tennisverband (FFT) auf Nachfrage mitteilte, hat sich das Preisgeld seit 2019 um rund 45 Prozent erhöht. Der Verband habe beschlossen, einen Teil dieser Steigerung den Spielern zugutekommen zu lassen, die in den frühen Runden oder der Qualifikation ausscheiden, da diese am stärksten auf die Preisgelder angewiesen seien.
"Alle durch das Turnier generierten Einnahmen werden in das Roland-Garros-Turnier sowie in die Entwicklung des Tennissports in Frankreich und auf internationaler Ebene reinvestiert", erklärten die Organisatoren zudem. Der Verband habe außerdem kürzlich "mehr als 400 Millionen Euro" in die Infrastruktur der Pariser Tennis-Anlage gesteckt.
"Schließlich setzt sich die FFT weiterhin voll und ganz für einen kontinuierlichen Dialog mit allen Akteuren des globalen Tennissports ein, einschließlich des direkten Austauschs mit einzelnen Spielern", hieß es in der Verband-Stellungnahme.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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