Fußball-WM: EU-Abgeordnete fordern Untersuchung gegen FIFA-Chef
08.07.2026
Fußball-WM: EU-Abgeordnete fordern Untersuchung gegen FIFA-Chef

Mehrere Abgeordnete des Europäischen Parlaments fordern Fußballverbände in den EU-Staaten in einem Brief dazu auf, sich für eine Untersuchung gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino einzusetzen. Die FIFA solle aufklären, ob Infantino an der Entscheidung beteiligt gewesen sei, die Sperre nach der Roten Karte gegen US-Fußballer Folarin Balogun aufzuheben - und ob Druck der US-Regierung dabei eine Rolle gespielt habe.

EU-Abgeordneter: "Rote Linie überschritten"

"Eine rote Linie wurde überschritten", teilte der dänische sozialdemokratische EU-Parlamentarier Niels Fuglsang mit, der zu den drei Initiatoren des Briefes gehört. "Fußball sollte Menschen zusammenbringen und nicht als eine Plattform für politische Begünstigung dienen. Wenn der FIFA-Präsident die Grenzen zwischen Sport und Politik verwischt, wird die Integrität des Spiels dadurch riskiert."

Die Frist für Abgeordnete, den Brief zu unterzeichnen, soll am Mittwochabend auslaufen. Aus den Parlamentsbüros hieß es wenige Stunden vor Ablauf, dass es mehr als 55 Unterschriften gebe.

In dem Schreiben betonen die EU-Parlamentarier, dass die Fußballverbände nach ihrem Verständnis des Ethik-Kodex der FIFA verpflichtet seien, Funktionäre zur Verantwortung zu ziehen, wenn es Beweise gebe, dass diese die Regel politischer Neutralität brächen. Der Entscheidungsprozess zur Aufhebung der Sperre gegen den US-Stürmer müsse überprüft werden.

Trump rief nach Sperre gegen US-Spieler bei FIFA an

Balogun war beim 2:0-Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit Rot vom Platz geflogen und damit für die Achtelfinal-Partie gegen Belgien gesperrt worden. Die FIFA hob die Sperre aber überraschend auf.

Trump hatte zuvor nach eigenen Angaben mit einem Anruf bei der FIFA um eine Überprüfung der Sperre gebeten, was für große Kritik gesorgt hatte. Balogun stand gegen Belgien zwar in der Startelf des WM-Mitgastgebers, spielte in dem Duell aber keine große Rolle.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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