
Kapitän Harry Kane hat nach der Kritik an Thomas Tuchel den deutschen Trainer der englischen Fußball-Nationalmannschaft verteidigt. "Er ist ein fantastischer Trainer. Er hat nicht nur den Spielern, sondern auch dem ganzen Land das Vertrauen gegeben, dass dies unser Jahr sein würde", sagte der 32 Jahre alte Mittelstürmer der "Three Lions" und des FC Bayern München.
Tuchels Begeisterung, die Emotionen, die er vermittle und seine taktische Erfahrung würden aber auch nicht bedeuten, dass "man jedes Mal alles richtig macht", befand Kane übereinstimmenden englischen Medienberichten zufolge: "Deshalb tut es noch mehr weh als in anderen Jahren, weil alle daran geglaubt haben, dass wir es bis ganz nach oben schaffen würden. Jeder muss das erst einmal verarbeiten. Er muss es selbst verarbeiten." Sie befänden sich noch in der Trauerphase, so Kane.
Deutliche Kritik auch von Thomas Müller
Die Engländer waren im Halbfinale an Argentinien gescheitert und müssen weiter auf den zweiten WM-Titel warten. Im Spiel um Platz drei hatten sie dann Frankreich in einem wilden Match 6:4 geschlagen. Den ersten und bisher einzigen WM-Titel holte das Fußball-Mutterland bei der Heim-Weltmeisterschaft 1966.
Tuchel war nach der Niederlage gegen die Argentinier heftig kritisiert worden. Grund dafür waren seine taktischen Umstellungen nach dem Führungstreffer der Engländer gewesen. "Ich kann nicht begreifen, wie sie die Argentinier eingeladen haben, aus idealen Positionen eine Flanke nach der anderen zu schlagen", hatte der deutsche Ex-Weltmeister Thomas Müller in einem Video auf Instagram unter anderem gesagt.
"Wir müssen lernen"
Tuchel hatte nach der 1:0-Führung durch Anthony Gordon drei Verteidiger eingewechselt und auf eine Fünferkette umgestellt. Durch einen späten Doppelschlag drehte Argentinien die Partie und zog ins Finale ein, das sie 0:1 nach Verlängerung gegen Spanien verloren. Auch englische Ex-Nationalspieler wie Wayne Rooney oder Michael Owen hatten ihr Unverständnis über Tuchels Taktik öffentlich geäußert.
"Wir müssen lernen, uns verbessern", betonte Kane und bezog dabei auch Trainer Tuchel mit ein. "Ich kann so viel reden, wie ich will, aber letztendlich kommt es darauf an, es zu zeigen, wenn wir das nächste Mal in einer solchen Situation sind." 2028 ist England Mitausrichter der EM.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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