
Bei einem Schlag gegen internationalen Wildtierschmuggel haben Fahnder fast 30.000 lebende Tiere beschlagnahmt. Die internationale Polizeiorganisation Interpol sprach von einer Rekordzahl. Erklärt werde sie vor allem durch Interesse an exotischen Haustieren, das etwa in Asien zugenommen habe. Die Fahnder fanden mehr als 6.000 Vögel und gut 2.000 Schildkröten.
Am häufigsten werden dennoch Überreste und Teile von Tieren illegal gehandelt, teilte die im französischen Lyon ansässige Organisation mit. Die Güter werden oft in der traditionellen Medizin oder in speziellen Gerichten verwendet. An der als "Operation Thunder" genannten einmonatigen Polizei-Aktion beteiligten sich den Angaben zufolge 134 Länder, darunter auch Deutschland. Insgesamt beschlagnahmten sie Zehntausende geschützte Tiere und Pflanzen, Zehntausende Kubikmeter illegal gefälltes Holz und mehr als 30 Tonnen Spezies, die als gefährdet gelten.
Auch Teile in Deutschland beschlagnahmt
Einsatzkräfte in Deutschland fingen mehr als 1.000 illegale Güter ab, darunter Elfenbein, Korallen und Reptilienteile. Fündig wurden sie vor allem an Flughäfen und Postzentren. Zu genauen Orten und Funden wollte sich Interpol nicht äußern. Ein Sprecher betonte in dem Zusammenhang jedoch, dass es wichtig sei, sich auch auf die Orte zu konzentrieren, an denen Sendungen aus aller Welt ankämen.
Interpol ist mit 196 Mitgliedsstaaten die weltgrößte Polizeiorganisation und koordiniert internationale Polizeizusammenarbeit.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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