
Bei dem Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in München könnte es sich möglicherweise um eine Serie handeln. Es gibt "zwei Fälle im Umland von München, die vom Modus Operandi einen Tatzusammenhang nahelegen", sagte der Leiter des Raubkommissariats der Münchner Polizei, Stefan Grube. Es handle sich dabei um einen Raubüberfall im Bereich Murnau im Mai und einen Raubüberfall in Wolfratshausen im Juni. Grube betonte aber, dass man noch am Anfang der Ermittlungen stehe.
Die mutmaßlichen Räuber sollen im Verlauf des Donnerstags dem Haftrichter vorgeführt werden. Es handelt sich nach Angaben der Polizei um einen 21-Jährigen und einen Mann, der zunächst nicht identifiziert werden konnte.
Sechsstelliger Schaden
Die beiden Männer sollen das Geschäft in der Nähe der Münchner Theresienwiese am Mittwochnachmittag überfallen haben. Unter Einsatz einer Schusswaffe und eines Elektroschockers sollen sie etwa acht bis zehn Uhren im Wert von 200.000 bis 300.000 Euro geraubt haben.
Bei dem Laden handelte es sich nicht um ein klassisches Geschäft mit Schaufenstern und Laufkundschaft. "Man muss Privattermine ausmachen", sagte eine Polizeisprecherin.
Aufmerksamer Passant sorgt für schnellen Ermittlungserfolg
Die mutmaßlichen Täter flohen demzufolge mit einem Auto, die Polizei leitete Fahndungsmaßnahmen mit über 40 Streifen und einem Hubschrauber ein. Den entscheidenden Hinweis lieferte schließlich ein aufmerksamer Passant, der im Bereich Theresienwiese zwei Männer beobachtet hatte, die aus einem Auto in ein Taxi stiegen und sich dabei auffällig umsahen.
Der Passant habe den Notruf gewählt und das Kennzeichen des Taxis an die Polizei gegeben. Eine Streife entdeckte das entsprechende Taxi im Münchner Norden, kurz darauf stellten Polizisten das Auto auf der Autobahn 9 in Fahrtrichtung Norden. Der Taxifahrer war nach ersten Polizeierkenntnissen nicht an der Tat beteiligt. Die A9 war für die Festnahme rund eine Stunde gesperrt, es kam zu erheblichen Beeinträchtigungen.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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