
Buckelwale und andere Walarten werden immer wieder vereinzelt vor den Küsten Dänemarks gesichtet, Strandungen kommen in der Regel aber nur relativ selten vor. Wenn ein großer Meeressäuger in dem deutschen Nachbarland strandet, wird zunächst geprüft, ob zum Beispiel Universitäten oder Museen Interesse an Gewebeproben oder Knochen zu Forschungs- oder Lehrzwecken haben.
Besteht dieses Interesse nicht - und stellt der Wal auch keine größeren Beeinträchtigungen etwa für den Schiffsverkehr dar - dann soll der Natur ihr freier Lauf gelassen werden. Etwaige Rettungsversuche sollten gemäß den Vorgaben der dänischen Behörden nicht unternommen werden.
Der Gang der Natur
"Walstrandungen werden als ein natürlicher Teil des Gangs der Natur betrachtet, der nicht durch menschliche Eingriffe gestört werden sollte", heißt es im entsprechenden Bereitschaftsplan für gestrandete Meeressäuger, den die Umweltbehörde Miljøstyrelsen 2024 ausgearbeitet hat.
Es könne jedoch Situationen geben, in denen das Töten etwa von kranken Walen unter Umständen und unter Abwägung von Tierethik und der Gefahr für Menschen möglich sei. Dies gilt allerdings nur für Wale bis zu einer Größe von etwa vier Metern - ausgewachsene Buckelwale sind in der Regel mehr als dreimal so lang.
Kurioser Fund auf Bornholm
Anfang des Jahres waren mehrere mutmaßlich vorher verendete Pottwale an verschiedenen Orten in Dänemark gestrandet. Einer davon wurde geborgen und obduziert: Dabei stellte sich heraus, dass er verhungert war, da mehrere Fischernetze seine Speiseröhre blockiert hatten.
Im Frühjahr 2025 war ein Buckelwal in der Nähe von Aarhus verendet. Im Sommer 2024 war ein anderer verendeter Buckelwal an einem Strand im Südosten der Ostsee-Insel Bornholm angespült worden. Gut drei Monate später machten Strandreiniger auf der Insel dann einen kuriosen Fund: Sie entdeckten in der Nähe von Snogebæk im Südosten von Bornholm einen anderthalb Meter langen Walpenis – er gehörte aller Voraussicht nach dem verendeten Wal.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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