
Trotz der heftigen Kontroverse um den Ausschluss des Ukrainers Wladislaw Heraskewytsch bei den Winterspielen hält IOC-Präsidentin Kirsty Coventry das Regelwerk des Internationalen Olympischen Komitees weiter für richtig. "Die Regeln sind die Regeln, und ich glaube an diese Regeln. Ich halte diese Richtlinien für sehr gut", sagte Coventry am Tag nach dem Eklat bei den Skeleton-Wettbewerben in Cortina d'Ampezzo.
Heraskewytsch war im Disput um seinen Helm mit Bildern von im Krieg gegen Russland getöteten Sportkollegen nicht auf Kompromissvorschläge des IOC eingegangen und daher vom olympischen Wettbewerb ausgeschlossen worden. Diese Entscheidung traf der zuständige Weltverband IBSF.
Coventry hatte in einem langen Gespräch versucht, Heraskewytsch noch vom Tragen des Kopfschutzes während seiner Rennen abzuhalten. "Es war ein sehr gutes Gespräch, ein sehr respektvolles Gespräch", sagte die 42-Jährige. Heraskewytsch habe die Position des IOC verstanden, sei aber seiner Sache sehr verpflichtet. "Leider ändert das nicht die Regeln", sagte Coventry.
IOC-Chefin: Regeln sind sehr klar
Die IOC-Präsidentin verwies bei ihrem Auftritt im Medienzentrum in Mailand erneut darauf, dass der Regelrahmen für Meinungsäußerungen bei Olympischen Spielen auch von zahlreichen Vertretern der Athletengemeinde mit entwickelt worden sei. "Für mich sind die Regeln sehr klar. Die Athleten wollen sich ausdrücken dürfen, aber sie wollen auch geschützt sein und nicht benutzt werden", sagte Coventry. Als frühere Vorsitzende der IOC-Athletenkommission war sie maßgeblich an der Neufassung der Richtlinien beteiligt.
Allen Athletinnen und Athleten wird in Artikel 40.2 der Olympischen Charta das Recht auf freie Meinungsäußerung zugesichert - jedoch nur im Rahmen der IOC-Wettkampfregeln. Es gelten damit Einschränkungen während der Wettbewerbe und bei Siegerehrungen. Und in Artikel 50.2 heißt es: "In allen olympischen Anlagen, Veranstaltungsorten und anderen Bereichen sind Demonstrationen jeglicher Art sowie politische, religiöse oder rassistische Propaganda verboten."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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