
Nach dem spektakulären Einbruch in den Tresorraum der Sparkasse Gelsenkirchen könnten die Opfer bald einige Gegenstände aus ihren aufgebrochenen Schließfächern zurückbekommen. Es gehe etwa um Dokumente, aber auch um einige Wertgegenstände, die die Täter bei ihrem Coup in dem Tresorraum zurückgelassen haben, sagte eine Polizeisprecherin.
Die Staatsanwaltschaft Essen hatte zunächst alle rund 100.000 Gegenstände, die von den Tätern in dem völlig verwüsteten Tresorraum zurückgelassen wurden, als Beweismittel sichergestellt. Vieles davon war letztlich nur noch Müll. Aber einige zehntausend Gegenstände seien nun freigegeben worden. "Diese Gegenstände können nun koordiniert an die Geschädigten herausgegeben werden."
Sparkassenchef: "Gigantisches Puzzle"
Zuständig dafür ist nun die Sparkasse Gelsenkirchen. Doch die steht vor einer komplizierten Aufgabe. Denn herausgegeben werden könnten nur Gegenstände, bei denen klar ist, welchem Schließfach-Kunden sie gehören - etwa Urkunden oder Dokumente mit einem Namen darauf. "Als Sparkasse wissen wir nicht, was in den Fächern verwahrt wurde", sagte der Vorstandschef der Sparkasse Gelsenkirchen, Michael Klotz. Bei Wertgegenständen wie Uhren könnten auch Seriennummern helfen, die auf dem Gehäuse graviert sind, sagte die Polizeisprecherin.
Die Sparkasse betonte, sie sei beim Verteilen der Gegenstände darauf angewiesen, dass die Opfer des Einbruchs detaillierte Inventarlisten ihrer Schließfächer erstellen. Dann könne es möglich sein, auch weitere Gegenstände zuzuordnen und zurückzugeben. "Das ist ein gigantisches Puzzle und braucht Zeit", sagte Sparkassenchef Klotz. "Das Konzept dafür befindet sich in der Abstimmung. Dabei stehen Sorgfalt und Sicherheit an erster Stelle."
Suche nach Tätern läuft weiter
Die bislang unbekannten Täter hatten nach Weihnachten 2025 alle Sicherheitssysteme der Sparkasse überwunden, sich mit einem riesigen Kernbohrer Zutritt zum Tresorraum verschafft und fast alle der 3.100 Schließfächer aufgebrochen. Der Gesamtschaden wurde kurz nach dem Einbruch von der Polizei auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag geschätzt, er könnte aber auch noch wesentlich höher im möglicherweise deutlich dreistelligen Millionenbereich liegen.
Die Ermittlungskommission "Kernbohrer" arbeite weiterhin mit Hochdruck an der Aufklärung der Tat, teilte die Polizei mit. "Ziel bleibt es, die bislang unbekannten Täter zu identifizieren und die Tatumstände aufzuklären."
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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