
Vor dem offiziellen Start des Verkaufs von Raketen und Böllern für den Jahreswechsel warnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor den Gefahren des Silvesterfeuerwerks. "Zunehmend sind Menschen übermütig und verwenden legale Gegenstände wie Böller oder Raketen unsachgemäß", sagte der GdP-Vorsitzende Jochen Kopelke der Deutschen Presse-Agentur.
Pyrotechnik für Silvester darf ab Montagmorgen verkauft werden. Auch Onlineshops dürfen vorab bestellte Böllerware an den letzten drei Werktagen des Jahres an die Haustüren liefern lassen.
Diskussion über Böllerverbot
Nach dem vergangenen Silvester war in Deutschland die Diskussion über ein Böllerverbot wegen schwerer Vorfälle mit sogenannten Kugelbomben neu entfacht worden. Sie sind wegen ihrer hohen Explosionskraft hierzulande nicht für den Allgemeingebrauch zugelassen. Rund um den Jahreswechsel starben fünf Männer bei Böller-Unfällen. Es gab zudem Angriffe auf Einsatzkräfte.
Die GdP forderte mehr Böllerverbote und Schutzzonen in Städten. Eine solche Regelung werde dazu führen, dass Silvester sicherer werde und es weniger Angriffe gebe, sagte Kopelke. Die Innenminister von Bund und Länder konnten sich zuletzt aber nicht auf ein Verbot von privatem Feuerwerk einigen.
Illegale Pyrotechnik beschlagnahmt
In den vergangenen Wochen hatten Polizei und Zoll immer wieder illegale Pyrotechnik beschlagnahmt. Die Berliner Polizei hatte zum Beispiel Mitte Dezember mitgeteilt, riesige Mengen an illegalen Böllern, Raketen, Kugelbomben und anderen Feuerwerkskörpern aus dem Verkehr gezogen zu haben. Auf der A12 bei Frankfurt (Oder) waren in einem Kleintransporter 500 Kilogramm Pyrotechnik sichergestellt worden.
Der Zoll warnt immer wieder: Manche Produkte, die in benachbarten Ländern oder online angeboten werden, würden nicht den deutschen Sicherheitsstandards entsprechen. Bei Kontrollen an der Grenze zu den östlichen EU-Ländern war ebenfalls Pyrotechnik sichergestellt worden.
Mit Blick auf die bereits aufgestockte Zahl an Bundespolizisten an der Grenze sagte der GdP-Chef: "Die Kontrollen sind auf einem Höchststand, aber der Online-Handel nimmt zu und muss vom Zoll unterbunden werden."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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