
Der Winter 2025/26 ist in den Alpen zu einem Winter der schlimmen Lawinenunglücke geworden: Beim Abgang einer enormen Lawine in Südtirol kamen am Wochenende zwei weitere Skifahrer ums Leben. Auf einer Höhe von 2.450 Metern wurden nach Angaben der Bergwacht etwa zwei Dutzend Tourengeher von einem Schneebrett erfasst. Für zwei Italiener, die von meterhohem Schnee begraben wurden, kam jede Hilfe zu spät. Fünf weitere Skifahrer - darunter drei Deutsche - wurden teils schwer verletzt.
Das etwa 150 Meter breite und 800 Meter lange Schneebrett hatte sich am Samstag gegen 11.40 Uhr in hochalpinem Gelände gelöst. An einem Steilhang in der Nähe der 2.669 Meter hohen Hohen Ferse bei Ratschings erfasste es zwei Dutzend Skifahrer, die als Tourengeher unterwegs waren. Die Mehrzahl konnte sich selbstständig retten. Zehn Wintersportler wurden jedoch mitgerissen und teils metertief von den Schneemassen begraben.
Bereits mindestens 127 Lawinentote in Europa
Bei den Todesopfern handelt es sich um einen 62-jährigen Bergführer aus Südtirol, der mit einer Gruppe unterwegs war, und einen 56 Jahre alten Mann. Auch das zweite Todesopfer kommt aus der Region. Eine 26-jährige Italienerin musste in kritischem Zustand ins Krankenhaus geflogen werden. Mehrere der verschütteten Skifahrer trugen Ortungsgeräte bei sich, was die Suche bei Lawinenunglücken erheblich erleichtert. Die Rettungskräfte waren mit mehr als 60 Helfern und auch mehreren Hubschraubern im Einsatz.
Damit kamen in Europas Gebirgen in dieser Wintersaison seit Anfang Oktober bereits mindestens 127 Menschen durch Lawinen ums Leben. Die höchste Zahl an Lawinentoten wurde mit jetzt 34 Todesopfern in Italien registriert, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). Dies geht aus aktuellen Zahlen des European Avalanche Warning Service (EAWS) hervor, einem Zusammenschluss von Lawinenwarndiensten. In Deutschland gab es bislang keine Todesopfer.
Experten vermuten Klimawandel als einen der Gründe
Die Statistik enthält Todesfälle seit dem 1. Oktober - vor allem in den Alpen, aber auch in anderen Gebirgen wie beispielsweise den Karpaten weiter östlich. Die Wintersaison gilt noch nicht als beendet. Fest steht jedoch bereits, dass die Zahl der Todesopfer 2025/26 ungewöhnlich hoch ist. Im vergangenen Jahrzehnt gab es in Europa nur einen Winter, in dem noch mehr Menschen durch Lawinen starben: 2017/18 wurden 147 Todesopfer verzeichnet.
Als einer der Gründe wird von Experten der Klimawandel genannt. Demnach verändern sich die traditionellen saisonalen Rhythmen durch höhere Temperaturen, weshalb der Schnee nicht mehr so fest ist. Zudem verbinden sich der sogenannte Altschnee und erst kürzlich gefallener Schnee nicht mehr so gut. Außerdem gebe es stärkere Winde, so dass sich gefährlicher Treibschnee ansammelt, heißt es. Hinzu kommt, dass Skitouren und Abfahrten außerhalb der präparierten Pisten seit einiger Zeit beliebter werden.
Warnung vor allem für hohe Steilhänge
Am Sonntag wurde die Lawinengefahr in Südtirol auf einer fünfstufigen Skala mit 2 angegeben. Zugleich mahnten die Experten zur Vorsicht vor allem an sehr steilen Schattenhängen oberhalb von 2.200 Metern Höhe. "Mit Neuschnee und Wind entstehen im Verlaufe der Nacht meist kleine Triebschneeansammlungen. Schon einzelne Wintersportler können stellenweise Lawinen auslösen", hieß es.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Panorama":
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
Carmen Geiss: Gesundheitliche Probleme - Millionärsgattin durchlebt schlimme Zeiten28.12.2025 - 2
Fußball-WM: Wie Kriegshelden: Irans Fußball-Auswahl zu WM verabschiedet14.05.2026 - 3
Steffen Hallaschka privat: Welche Menschen machen den "stern TV"-Moderator glücklich?03.06.2026 - 4
Fußball News: Der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur droht das Aus17.02.2026 - 5
Olympia 2026: Olympia-Drama? Dürr denkt an Peking nur positiv zurück14.02.2026
Ähnliche Artikel
Starke Regenfälle: Erdrutschwarnung für Bewohner von Nagasaki24.06.2026
Gary Anderson privat: So lebt der "Flying Scotsman" abseits vom Oche seinen Familientraum02.01.2026
Frauen: Demonstration in Berlin gegen sexualisierte digitale Gewalt21.03.2026
Wetter in Bayern, Deutschland: Sonne macht sich zum Wochenende rar05.06.2026
Leipzig: 40 neue Landarzt-Studienplätze in Sachsen vergeben11.06.2026
Neustrelitz: Wind drückt Feuer bei Neustrelitz Richtung Bahnstrecke26.06.2026
NBA 2026: Golden State Warriors - Houston Rockets im Livestream05.04.2026
NFL Pre-Season 2026: Cleveland Browns gegen Buffalo Bills kostenlos streamen!19.08.2026
Rome Open: Krawietz/Tim wird dominiert von Erler/Miedler12.05.2026
Erfurt: "Wie aus Horrorfilm" - Lange Haftstrafe nach Beilattacke25.06.2026














