
Der Prozess gegen einen Mann, dem im Zusammenhang mit den verheerenden Feuern 2025 im Raum Los Angeles Brandstiftung vorgeworfen wurde, ist geplatzt. Die Geschworenen in Kalifornien konnten sich nicht auf ein einstimmiges Urteil einigen, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Die zuständige Richterin erklärte ein sogenanntes Fehlverfahren (Mistrial). Der Leiter der Bundesstaatsanwaltschaft in Los Angeles, Bill Essayli, schrieb nach der Entscheidung auf der Plattform X, dass die Anklage den Fall erneut vor Gericht bringen werde.
Dem 30-jährigen Mann drohte im Falle eines Schuldspruchs eine Höchststrafe von 45 Jahren Haft in drei Anklagepunkten. Er hatte in dem Prozess seine Schuld bestritten.
Mann soll Feuer absichtlich gelegt haben
Der Mann war im Oktober 2025, gut neun Monate nach Ausbruch der wochenlang wütenden Feuer im Großraum von Los Angeles, festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, am Neujahrstag 2025 einen Brand verursacht haben, der wenige Tage später zu dem verheerenden Palisades-Feuer wurde. Das Feuer am Stadtrand von Los Angeles sei am Neujahrstag zunächst von der Feuerwehr gelöscht worden, doch es schwelte unterirdisch weiter und habe sich am 7. Januar bei heftigen Winden ausgebreitet, teilten die Ermittler mit.
Laut der Anklage soll der Mann das Feuer in einer Hügelregion absichtlich gelegt haben. Die Ermittler verwiesen unter anderem auf Videos von Überwachungskameras und Zeugenaussagen, die den Angeklagten mit der Stelle, wo das Feuer seinen Ursprung hatte, in Verbindung brachten. Die Verteidigung argumentierte, dass es keine konkreten Beweise für Brandstiftung gebe. Zu dem Zeitpunkt habe es in dem Gebiet auch Silvester-Feuerwerk gegeben, das einen Brand ausgelöst haben könnte.
Feuerwehr war wochenlang im Einsatz
Zwei schwere Großbrände, das Palisades-Feuer am Westrand von Los Angeles und das sogenannte Eaton-Feuer nahe Pasadena und Altadena, hatten im Januar 2025 mehr als 16.000 Gebäude zerstört. Die Feuerwehr war damals wochenlang im Großeinsatz, um die Brände einzudämmen. Mindestens 31 Menschen kamen ums Leben.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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