
In Italien ist kein Ende der Hitzewelle in Sicht. Wegen anhaltend hoher Temperaturen von mehr als 35 Grad auch in den nächsten Tagen hat das Gesundheitsministerium für insgesamt sieben größere Städte Alarmstufe rot erlassen. Betroffen sind neben der Hauptstadt Rom auch andere Städte mit vielen Touristen wie Florenz, Bologna und Turin. Für Italien ist es bereits die dritte Hitzewelle des Jahres.
Die höchste Alarmstufe rot kann von der Regierung in Rom bei extremer Hitze verbunden mit hoher Luftfeuchtigkeit erlassen werden. Das bedeutet akute Gesundheitsgefahren nicht nur für ältere Menschen und andere Risikogruppen, sondern auch für Gesunde und sportlich Aktive. In neun anderen Städten wie Mailand oder Triest gilt die zweithöchste Warnstufe orange.
Bis zu 43 Grad auf Sardinien erwartet
Im Ferienland Italien ist es bereits die dritte Hitzewelle in diesem Sommer. Aktuell sind auch zahlreiche Touristen betroffen, sowohl in den viel besuchten Städten als auch in besonders bei Deutschen beliebten Regionen wie Südtirol oder der Toskana. Auf der Insel Sardinien - ebenfalls ein klassisches Reiseziel - werden diese Woche bis zu 43 Grad erwartet.
Die Hitze macht aber nicht nur Menschen zu schaffen. Der Verband der Parmakäse-Hersteller in der norditalienischen Region Emilia-Romagna klagt, dass Kühe wegen der hohen Temperaturen weniger Milch gäben, die zudem schlechtere Qualität habe. Befürchtet wird, dass dies beim Verkauf des weltweit vertriebenen Käses Parmigiano Reggiano erhebliche Einbußen bringen wird.
Muschelsterben im Gebiet des Flusses Po
Auswirkungen hat die Hitzewelle auch auf die Landwirtschaft und den Anbau von Muscheln im Gebiet von Italiens längstem Fluss Po. Im Norden ist der Wasserstand aktuell sehr niedrig. Zudem ist im Po-Delta Meerwasser ins Landesinnere vorgedrungen, teils bis zu 25 Kilometer landeinwärts, sodass Felder nicht mehr mit Flusswasser bewässert werden können.
Die Wassertemperatur beträgt an manchen Stellen 32 Grad. In einer Lagune in der Provinz Ferrara leben deshalb nach Angaben von Verbandsvertretern nur noch etwa zehn Prozent der Venusmuscheln. In anderen Gebieten sind viele Miesmuscheln ebenfalls nicht mehr genießbar.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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